HuDeEn

Die Geschichte unserer Stadt

Die Urzeit 

Auf dem Gebiet der Stadt hat man seit der späten Bronzezeit massenweise Befunde gefunden, die darauf deuten, schon damals siedelten  sich hier Menschen an. Aus dem Gesichtspunkt der Ansiedlung war die Nähe des Flusses mit aller Sicherheit bestimmend, dadurch konnte nämlich Nahrung, Schutz, Verkehrsmöglichkeit für unsere Ahnen gesichert werden. Dementsprechend war das Gebiet des heutigen Békéscsaba durch Jahrtausende bewohnt und während Jahrhunderte fand hier eine richtige Völkerwanderung statt.

oskor.JPG

 

Das Altertum 

Ab die 410er Jahre kam die Ebene unter Besatzung von den Hunnen. Nach dem Tod Attilas, des Hunnenkönigs nahmen die Rolle der Besatzer die mit den Goten verwandten Gepiden an. Sie wurden 505 besiegt von den Awaren, unter ihre Herrschaft kam u.a. die Ebene. Die Awaren wurden am Ende des 8. Jahrhunderts von den Franken besiegt, sie wurden von Transdanubien ausgedrängt. Auf der Ebene ist noch eine Zeit lang die Macht des awarischen Kagans geblieben, aber 804 haben die Bolgaren die Gebiete östilch der Donau unter ihre Herrschaft getrieben. Nach einigen Ansichten lebten zu dieser Zeit Slawen auf der Ebene, nach anderen Meinungen muss auch mit zahlreichen Awaren gerechnet werden, die die ungarische Landnahme erlebt haben.

okor.JPG

 

Die Landnahme 

Unsere Ahnen, die auf dem Gebiet von Komitat Békés ankamen, fanden aller Wahrscheinlichkeit nach nicht völlig unbewohnte Pußta, sondern reiche, für Tierzucht geeignete Wiesen und bestimmt auch Ackerleute.

Im 10. Jahrhundert hat sich die differenzierte, auf Güter – und Machtlage gegliederte Gesellschaft herausgebildet. An der Spitze der gesellschaftlichen Gliederung stant der Fürst, der in einer Person der mächtigste Führer war. Unter den Mitgliedern der vornehmsten Schichte findet man die anderen Stammfürsten und die Mächtigen der Stammesaristokratie, die sich mit ihrem bewaffneten Gefolge sogar dem Fürsten widersetzten.

honfoglalas.JPG

 

Die Epoche Stephans I. 

Der Fürst Géza und sein Sohn, König Stephan haben die Grundlage der ungarischen Staatlichkeit gelegt. Die erste Stufe zur Einfügung in den Rahmen des feudalen Staates war die Organisation der Kirche und der Komitate. Um die Jahtausendwende kamen auch auf das Gebiet des Komitats Békés christliche Missionare, aber die Krichenorganisation und Massenübertritt zum Christentum erfolgte hier vor der Mitte des 11. Jahrhunderts nicht. 

In der Epoche der Staatsorganisation war Komitat Békés in der Hand einer prominenten Persönlichkeit, namens Vajk, der als Führer des heidnischen Aufruhrs 1046 seinen Namen in die ungarische Geschichte eingeschrieben hat. 

Die Unkunden stellen die Namen von 8 Dörfern fest, aber die Forschungen zeigen, dass fast alle Dörfer Vorgeschichte aus der Árpádenzeit hatten. So ist es bestimmt auch mit Csaba, dessen erste Erwähnung aus den Jahren 1332–37 im päpstlichen Zehentregister zu finden ist.

 Der Name ist wahrscheinlich aus einem Wort türkischen Ursprungs „Geschenk" bedentenden ungarischen Personennamen enstanden. Auf dem Gebiet des heutigen Békéscsaba hat man die Spuren von 9 Siedlungen gefunden Csaba, Gerendás, Gerla, Kétsoprony, Mezőmegyer, Ölyved, Szent-Miklós, Püski, Vesze. 

Die Schlacht bei Mohács hatte keine direkte Wirkung in der Umgebung. Eine entscheidende Veränderung brachte auch der Fall von Buda nicht. Wende gab es erst, wo Transilvanien in die Hände der Habsburger kam. Um 1566 haben die Dörfer größtenteils dem Sultan Steuer bezahlt.

istvankora.JPG

 

Neuansiedlung von Csaba 

Viele Historiker sind der Meinung, dass das Komitat Békés und so auch die Umgebung von Csaba während der Türkenherrschaft verödet wurde. Den neuesten Forschungen nach war das Dorf kontinuirlich bewohnt. Die Gutsherren flohen nach Oberungarn, aber die Fronbauern sind geblieben.

Die Neugestaltung der Stadt hängt mit dem Namen Johann Georg Harruckern zusammen, der als Anerkennung seiner Verdienste im Krieg gegen die Türken das Gebiet des Komitats Békés von der Schatzkammer kaufen durfte. 1718 fing die intensive Besiedlung der Ortschaft an. Aus den Komitaten Nógrád, Gömör und Hont sind slowakische Ansiedler gekommen, die ihre evangelische Religion behalten durften, und noch dazu verschiedene Begünstigungen bekamen. Die Mehrheit der Angesiedelten beschäftigte sich mit Viehzucht und Pflanzenbau.

ujratelepites.JPG

 

Das 18. Jahrhundert 

Die Verwaltungsorgane der Gemeinde sind zustandegekommen. 1721 wurde der erste Notar mit Namen aufgezeichnet, der direkt hinter dem Richter in der Volkszählung stand. Handwerker werden in der Registrierung zuerst in Jahre 1723 erwähnt: Zimmermann, Bierbrauer, Schmied, Schneider. Die Csabaer Handwerker schlossen sich in Zünfte erst am Ende des 18. Jahrhunderts zusammen. Die industrielle Entwicklung kam sehr schwer in Gang. Ähnlich schwierig bildete sich der Handelsstand aus. In der Gemeinde gab es keinen Markt, man fuhr nach Gyula. 

Zwischen 1773–1847 hat sich die Bevölkeirung verdreifacht, über 22 tausend Einwohner. Nicht ohne Grund hat man Csaba „Groß-Csaba", das Größte Dorf in Europa genannt. Das Wachstum der Einwohnerzahl erhöhte natürlich auch die Überfüllung. Der Gutshof gab nur schwer und wenig Hausgrund, deswegen waren viele gezwungen, in die Weingärten auszusiedeln.

szazad.JPG

  

Das 19. Jahrhundert 

In der Geschichte des Dorfes war äußerst bedeutend, dass Csaba im Jahre 1787 eine der Poststationen im Komitat wurde. Nach dem Parlamentsgesetz des Jahres 1884 kam Csaba in den Schnittpunkt der Landeshauptstraßen. Die Leitung von Csaba hat mit großer Begeisterung den Gedanken über Arad-Zentraleisenbahn angenommen. Sie hat die erheblichen Lasten gleich auf sich genommen, die eher konservative Bauerngemeinde begann in Sache Eisenbahn zu verstehen, dass es eine Schicksalsfrage ist. 

Wegen des Einspruchs der Békéser und Gyulaer Gutsherren wurde den Csabaer Gutsherren erst nach langer Zeit, 1841 erlaubt, Jahrmärkte zu halten. Damit wurde Csaba auch rechtlich zu Marktflecken, es war es ja infolge der Bewohnerzahl und Wirtschaftskraft praktisch schon lange. Die in Csaba lebenden Slowaken haben 1848 schönes Beispiel für den Patriotismus gegeben: 2000 Nationalgardisten haben sie ausgestellt, die bei Nagybecskerek stationierten. Sie haben zwar an den Kämpfen nicht teilgenommen, so mußten sie ihr Leben für die Heimat nicht opfern, aber finanziell haben sie dem Feiheitskampf beigetragen. Mit Getreide, Viehfutter, Silber – und Goldschmuck haben sie der Regierung geholfen Sie haben auch nach dem Fall des Freiheitskampfes ihren Teil von den Lasten ausgenommen, als sie für das russiche zaristische Heer Lebensmittel und Futter liefern mussten. 

In der zweiten Hälfte des Jahrhunderts begann sich auch die Wirtschaft von Csaba – den Landestendenzen ähnlich zu entwickeln. Die Eisenbahn war von großer Bedeutung, die ersten Betriebe sind auch zustande gekommen. Die Textilfabriken, Druckerei, Mühlen, Möbelfabrik, Kutschenfabrik, dann am Anfang des 20. Jahrhunderts wurden auch Betonfabriken gebaut. Mit dem Aufschwung der Wirtschaft begann auch die Verschönerung der Stadt. Viele Gebäude wurden gebaut, die würdig und sehenswert waren.

Auf Gesuch des Gemeinderats hat der Innenminister am 01.01.1919 die Stadtrechte der Stadt Békéscsaba gegeben.

tszazad.JPG

  

Der Erste Weltkrieg und Trianon 

Der Erste Weltkrieg hat den Csaba-Bewohnern sehr große Lasten auferlegt. Die Söhne der Stadt kämpften mit dem Russen in dem legendären Infanterieregiment 101. Am 21.03.1919 bildete sich das Direktorium. Die Proletardiktatur dauerte in der Stadt 36 Tage lang. Ende April wurde Békéscsaba von den rumänischen Truppen besetzt, sie sind fast ein Jahr lang hier geblieben. Nach den Friedensverträgen kam Komitat Békés heraus aus dem Anziehungskreis Arad-Großwardein, ihre Rolle hat immer mehr die Stadt Békéscsaba übernommen. Die Weltkrise der 20er Jahre hat auch in Békéscsaba schwere Probleme verursacht. Die Landwirtschaft geriet in die schwerste Lage, da die Produktionspreise sanken in viel größerem Muß als die der Industrieartikel. Neben den Agrarproletaren gerieten auch die Industriearbeiter in eine aussichtslose Lage, was oft zu Streiken führte.

vh.JPG

 

Der Zweite Welkrieg und die Epoche des Sozialismus.

Die trauervollsten Tage des Krieges für die Csabaer waren der 24–26.06.1944 und der 21.09.1944. Am 25–26.06.1944 wurden mehr als 3000 Juden darunter aber 2000 ortsansässig – aus dem in den Gebäuden der Tabakfabrik eingerichteten Konzentrationslager einwaggoniert und nach Auschwitz abgehen lassen. Die Mehrheit der Mitfahrenden kamen in kurzer Zeit in die Gaskammer.

Kaum 20% des Judentums der Stadt, die eine bestimmende Rolle im wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und kulturellen Leben der Stadt gespielt haben, kehrten nach dem Krieg zurück. Am 21.09.1944 wurde der Bahnhof und Umgebung von amerikansichen und englischen Flugzeugen bombardiert. Infolge dessen sind 96 Menschen ums Leben gekommen, ins Krankenhaus hat man 150 Schwerverletzte gebracht, viele von ihnen sind dann hier gestorben.

vh2.JPG

 

Anfangsperiode des Sozialismus 

Am 06.10.1944 wurde die Stadt von den russischen Truppen besetzt. Nach dem Krieg erfolgten ernste Veränderungen auch im Komitat Békés. Die sozialistische Umstrukturierung spielte auch im Komitat große Rolle. 1950 wurde Békéscsaba Bezirkstadt, von da an begann sich die Stadt in unerhörtem Maß zu entwickeln. Wegen der Industrialisierung zogen immer mehr Leute in die Stadt. In 25 Jahren wuchs die Zahl der Einwohner vom 42 tausend auf 65 tausend. Von den 60er Jahren an wurden unter anderen Schneidwerkzeugfabrik, Aufzugfabrik, Konservenfabrik, Kühlhaus gebaut, zu dieser Zeit kam auch die Druckerei Kner zustande. Eine bedeutende Basis der Maschinenindustrie wurde die MEZŐGÉP (Landwitschaftlicher Maschinenbau). In den 70er Jahren wurde das große Lager der Getreide – und Mühlenproduktion aufgebaut. In den 80er Jahren hat mehr als die Hälfte der Bevölkerung in der Industrie gearbeitet.

szoc.JPG

 

 Die Gegenwart. 

Die Wende hat die Stadt wieder in schwere Situation gebracht, denn ähnlich den früheren Krisen litt hauptsächlich die Landuwirtschaft von der Änderung.

In einigen Jahren hat die Stadt aber die Schwierigkleiten überschreitet und in unseren Tagen ist Békéscsaba die sich am allerschnellsten entwickelnde Stadt mit den besten Gegebenheiten. Ihrer Lage entsprechend ist die Stadt am besten entwickelt auf dem Gebiet der Industrie, Bildung, Kultur sowie Dienstleistungen unter den Ortschaften des Komitats.